Gewichtsreduzierung

Gewichtsreduzierung, abnehmen, Diät

Essen ist ein existentielles Grundbedürfnis und gehört zum Leben dazu. Übermäßiges Essen hingegen birgt ein enormes Risiko für die Gesundheit und ist weltweit auf dem Vormarsch. Besonders der rasche Anstieg bei Kindern- und Jugendlichen ist besorgniserregend. In Deutschland sind 6 % der Kinder fettleibig (Adipositas) und ca. 15 % übergewichtig.
Wer vor der Pubertät an Übergewicht leidet, ist zusätzlich einem hohen Risiko ausgeliefert: Nämlich auch im Erwachsenenalter übergewichtig zu sein. Die Gründe dafür sind vielfältig, jedoch spielen vor allem Bewegungsmangel, falsche Ernährung und insbesondere der persönliche Lebensstil – nicht zuletzt auch geprägt durch die Familie-, eine große Rolle.

Nicht allein die körperlichen Folgen des Übergewichtes sind problematisch: Soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing im direkten Umfeld können den Grundstein für spätere psychische Störungen legen und die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig beeinträchtigen. Die allermeisten übergewichtigen Menschen leiden unter ihrem Erscheinungsbild. Mit einer Gewichtsabnahme hingegen sinkt der Leidensdruck sowie das Risiko für Folgeerkrankungen ganz erheblich. Der positive Einfluss auf die Lebensqualität steigt hingegen deutlich an.

Zu einer erfolgreichen Gewichtsreduzierung gehört eine dauerhafte und konsequente Veränderung des Lebensstils, was für viele Betroffene das größte Hindernis ist; nicht zuletzt auch wegen der festgefahrenen familiären Gegebenheiten.

Gewichtsreduzierung - Praxis für Psychotherapie

Wer also seinen Lebensstil wirklich grundlegend ändern möchte, muss zunächst ein Problembewusstsein entwickeln und Ursachen wie Auslöser für das Übergewicht kennen lernen.

Ähnlich wie bei der Raucherentwöhnung wird bei der Gewichtsreduzierung im Vorgespräch zunächst die eigene Motivation zur Gewichtsabnahme sehr differenziert beleuchtet und die Vorteile wie die Hindernisse einer Gewichtsreduzierung ausführlich bearbeitet.

Anschließend werden die typischen Auslöserreize, die ein übermäßiges Verlangen nach Essbarem verursachen (Trigger, wie z. B. Stress, Konflikte, Frust, Unzufriedenheit, Langeweile) mit Hilfe der EMDR-Methode behandelt.

Gewichtsreduzierung - Praxis für Psychotherapie

Belastende Erlebnisse, die auftauchen und mit dem übermäßigen Essen in Verbindung gebracht werden, können ebenfalls mit EMDR verarbeitet werden.

Im nächsten Schritt wird gesundes und erwünschtes Verhalten in den Blick genommen, das sich aus der persönlichen Motivation ergibt und sich insbesondere mit dem neuen Lebensstil befasst. Ausführlich wird diese neue Sichtweise mit Hilfe der positiven EMDR-Technik intensiviert.

In der 2. Sitzung kann unter Anwendung der Hypnose zum Einen die Wirkweise und die Effektivität des erwünschten Lebensstiles intensiver aufgearbeitet und verankert werden, zum Anderen jedoch auch das Verlangen nach großen Mengen von Essbarem außer Kraft gesetzt werden.
Da das Gehirn unter Hypnose weitaus aufnahmefähiger ist, als im üblichen Wachzustand, können die neuen Informationen und Modalitäten nachhaltiger und fundierter abgespeichert werden. Es gibt keinen Heißhunger mehr und der „Bauplan“ für ein bewusstes und gesundes Leben ist im Unterbewusstsein gut verankert.

Weitere hilfreiche Anregungen, die zu einem gesunden und ausgewogenen Leben dazugehören, werden miteinander besprochen. Beispielsweise gehören zu einer gesunden Ernährung eben auch gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie und zu einer ausgewogenen Bewegung eben auch vielleicht gemeinsame Freizeitaktivitäten mit Gleichaltrigen, die viel mehr Spaß machen können.

Das Nachgespräch ist dazu da, den bisherigen Erfolg der Gewichtsreduzierung zu überprüfen und ggf. weitere Veränderungen vorzunehmen. Mitunter können in diesem Rahmen auch Suchtverlagerungen (u.a. findet anstelle des übermäßigen Essens nun übermäßiges Nägelkauen statt), erkannt und bearbeitet werden. Auch ist die Zusammenarbeit mit dem Umfeld außerordentlich wichtig. Lebt der/die Betroffene noch bei der Familie, so sollten spätestens zu diesem Zeitpunkt die Angehörigen zur Mitarbeit angeregt werden.

Die Wiederholung der durchgeführten Hypnose durch die Selbsthypnose ist eine besonders effektive Selbsthilfemethode. Hierbei wird auf CD oder auf Diktiergerät die Anleitung zur Selbsthypnose mit den persönlichen Inhalten aufgenommen und kann jederzeit, nach eigenem Befinden und Bedarf, abgespielt werden.

Und zum guten Schluss:

Essen gehört zur Grundversorgung. Ein rechtes Maß im Umgang mit dem Essen zu finden, kann sich schwieriger gestalten, als beispielsweise einer „Abstinenz“ treu zu bleiben.

Ist eine intensivere und längere Behandlung angebracht, so werde ich dies rechtzeitig ansprechen und mich gemeinsam mit der Familie um eine passgenaue Behandlung kümmern.

Ein Rückfall darf nicht entmutigen. Vielmehr sollte er immer Anregung und Wegweiser sein, aktiv Hilfe einzufordern, für neue aussichtsreiche Schritte.

Wer wagt, gewinnt!