Eltern- Kind- Interaktionsbehandlung
Das Geheimnis glücklicher Kinder
…sind glückliche Eltern.
Steve Biddulph, 1995

Diese einfache Botschaft stößt kaum auf Anklang, wenn die Kräfte ausgezehrt sind und die Nerven blank liegen. Wie kann man glücklich werden, wenn das Kind nicht in den Schlaf findet, unentwegt quengelt oder schlecht isst, wenn das Schulkind wieder einnässt oder es den Schulbesuch verweigert, wenn die Hausaufgaben für alle Beteiligten zur Tortur werden, wenn die Tochter eine Magersucht entwickelt hat oder sie sich ritzt.

„Das Geheimnis glücklicher Kinder ... sind glückliche Eltern“

Sobald es einem Familienmitglied nicht gut geht, ist das für alle Beteiligten in der Familie ebenfalls eine schwere Belastung. Auch wenn es auf den ersten Blick kaum ersichtlich erscheint: Eine entwicklungsförderliche Behandlung kann dann gelingen, wenn sich auch die Eltern „auf den Weg machen“ und zur Zusammenarbeit bereit sind.

Wenn… eingefahrene Umgangsweisen und überholte Einstellungen zueinander neu überdacht werden können, wenn verträgliche Gemeinsamkeiten innerhalb der Familie wieder einen Stellenwert erhalten, wenn nicht allein die Anliegen des Kindes im Fokus stehen, sondern ebenfalls auch die Belange aller Beteiligten berücksichtigt werden, wenn durch eine zugewandte Neubewertung auch Umverteilung möglich ist, wenn erholsame „Auszeit“ entstehen kann…

Dann… wird Weiterentwicklung und Reifung für alle Beteiligten erfahrbar.

In meinen Behandlungsangebot „Eltern-Kind-Interaktion“ werden wir uns konkret mit den Krisenzeiten des Alltags beschäftigen, die für alle Beteiligten so unausstehlich sind. Dazu werden die Belange des Kindes ebenso berücksichtigt, wie die Anliegen der Eltern.

Wir wollen jedoch auch die Interaktionsmuster zueinander in den Blick nehmen, die sich im Laufe der Zeit eingefahren haben und diese mit neuen Ideen, Schritt für Schritt, verändern.

Hierfür können uns videogestützes Material aus Alltagsszenen ebenso hilfreiche Impulse geben wie Spiel– und Interaktionsbeobachtungen aus der Praxis.

Eltern-Kind-Interaktionen, Psychotherapie in Weil der Stadt
Eltern-Kind-Interaktionen, Psychotherapie in Weil der Stadt

Um eine stabile und entwicklungsförderliche Beziehung zum Kind aufbauen zu können, stehen den Eltern (theoretisch gedacht) dafür drei unterschiedliche Interaktionsstile zur Verfügung: Zum Einen handelt es sich hierbei um die fürsorglichen und wohlwollenden Zuwendungen, die ein Kind braucht um Selbstvertrauen entwickeln zu können, zum Anderen sind die führenden, zielgerichteten und motivierenden Verhaltensweisen der Eltern dazu da, dem Kind die Möglichkeit zu geben, Anforderungen zu bewältigen und sich in der Welt zurecht zu finden.
Gerade in Zeiten der Krise, wo Misserfolg und Frustration überwiegen, müssen sich beide Interaktionsstile zum dritten bzw., „stressbewältigenden Interaktionsstil“, ergänzen: Einerseits wird dem Kind durch Unterstützung und Anregung zugetraut, den Stress zu bewältigen, andererseits sind die einfühlsamen und bestätigenden Zuwendungen notwendig, um das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken, welches es so dringlich dafür benötigt.

So versteht sich auch die Eltern-Kind-Interaktionsbehandlung als lösungsorientiertes und ressourcenstärkendes Behandlungsangebot:  Einerseits wird die aktuelle Problemlage anerkannt und berücksichtigt, andererseits jedoch wird der Familie Veränderung und Weiterentwicklung zugetraut und dafür die eigenen Potentiale aufgespürt und ausgebaut. Ganz im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“.